Cellounterricht Aleksander Huber

<Spaß>

Täglich morgens mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren, bringt den Kreislauf in Schwung. Wir können uns besser konzentrieren und sind langfristig belastbarer als jemand, der sich körperlich nicht betätigt. Einen Berg hinauf zu strampeln, bei trübem Wetter zu fahren, zu schwitzen macht weder <Spaß>, noch <Nicht-Spaß>. Man radelt und kommt von A nach B. <Spaß> beim Fahrradfahren würde bedeuten, man berauscht sich an einer bestimmten Abfahrt oder <fühlt> sich sportlicher als X oder Y. Solche "Kicks" halten nicht lange an und bedürfen der permanenten Steigerung. Die Abfahrt ist bald nicht mehr schnell genug, das Fahrrad muss durch ein anderes Fortbewegungsmittel ersetzt, die Strecke verlängert werden. Früher oder später stellt man die Tätigkeit ein und ersetzt sie durch eine andere, die mehr <Spaß> bringt. Möglicherweise nehmen wir dabei Gefahren und die eine oder andere Blessur in Kauf. Entscheidend ist die Motivation; Ist sie überwiegend emotional, so wirkt sie destruktiv. Sie sagt: „Seht her, was Ich kann!“ Der Reiz liegt darin, dass dieses Ich scheinbar mehr ist, als ein anderer Mensch oder eine andere Gruppe. Jemand, der sich gut <fühlt> bedarf zwingend eines Gegenübers, das sich nicht so gut <fühlt>, in der Regel begünstigt durch unbeeinflussbare strukturelle Bedingungen. Der <Spaß> ist also so harmlos nicht, denn er ist nicht an den besten Ideen und Lösungen, sondern an Wettbewerb und Konkurrenz interessiert. <Spaß> und <Angst> sind zwei Seiten derselben Medaille.